
1.Tag (15. Mai )
Strecke: Spring Hill – Clearwater – St. Petersburg – Longboat
Key – Port Charlotte – Fort Myers –
Sanibel Island – Naples
Meilen: ca. 300
Wetter: Schön bis leicht bewökt und etwa 28° C.
Nachdem wir die Harley’s sorgfältig beladen haben ging die Fahrt
am frühen Morgen via New Port Richey – Clearwater - St. Petersburg,
diese beiden Städte haben wir nur gestreift, zur Longboat Key. Von da via
Port Charlotte nach Fort Myers und zum Edison Winter Home. Das Edison Winter
Home besticht vor allem durch die den Boulevard säumenden Palmen und Bäume.
Auf dem riesigen Sitz befinden sich viele exotische Pflanzen aller Welt in einem
tollen botanischen Garten.
Sehr empfehlenswert ist ein Abstecher nach Sanibel Island, ein Paradies für
Muschelsammler!
Entlang der Küste geht die Reise nach Naples, wo wir uns nach einer bezahlbaren
Uebernachtung umsahen, und unsere Harley‘s sicher aufgehoben waren.
2.Tag (16. Mai )
Strecke: Naples – Everglades – Florida City – Key Largo –
Marathon
Meilen: ca. 280
Wetter: Schön am Morgen, prächtig am Nachmittag 30° C und „a
nice breeze“.
Am nächsten Morgen, Magen und Benzintank sind aufgefüllt , es empfiehlt sich zu tanken, denn auf der Strecke gibt es nicht viele Tankstellen, fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein auf der US 41 durch die Everglades. Unterwegs machten wir noch einige Stops und sahen uns noch verschiedene Punkte an.
Auf Fusswegen und über Holzstege führt der Weg zu den Cypress Swamp.
Welch ein Anblick, Cypressen im Sumpf, gespiegelt im dunklen Wasser. Wow, das
war ein super tolles Bild. Durch Natur pur führt uns unser Weg in eine
prächtige Gegend, und vom gezwitscher der Vögel begleitet zu Aligatoren.
Direkt vor uns lag im Wasser ein wirklich großer, er muß nicht hungrig
ge-wesen sein, da er unser Brot das wir ihm zugeworfen haben, nicht zur Kenntnis
nahm. Die Eindrücken der Natur waren faszinie-rend, insgesamt sahen wir
6 oder 7 Aligatoren in absolut freier Wildbahn, dazu Vögel aller Art und
auch eine Riesenschildkröte
Der Everglades Nationalpark ist sicher eine tolle Einrichtung zum Schutz der
Wildnis und der Tiere dort.
Der gesamte südliche Teil Floridas wurde 1947 zum Nationalpark erklärt,
um diese wunderbare Natur nicht zu zerstören. Mit seinen 1,4 Mio Acres
ist er einer der größten Nationalparks der USA! Die Everglades sind
im wesentlichen eine Sumpflandschaft, die vielen gefährdeten Tiere eine
Zuflucht bieten. Hier leben Alligatoren, die Süßwasser bevorzugen,
neben Krokodilen, die Salzwasser lieben. Die Vogelwelt ist mit Pelikanen, Seeadlern,
Wanderfalken usw. vertreten. Endlose Gras- und Mangrovensümpfe bieten zahllosen
Fischen Nahrung.
Der Nationalpark hat 3 Zugänge. westlich von Homestead liegt der Haupteingang,
von dem aus man Touren verschiedener Länge unternehmen kann. Dort ist auch
das Visitor Center, in dem man wertvolle Infos erhält. Ein zweiter Zugang
zu den Everglades liegt im Nordosten an US 41 (Tamiami Trail), etwa 30 Meilen
westlich von Miami.
Der dritte Eingang liegt bei Everglades City, von wo man Bootsfahrten zu den
Mangroveninseln machen kann.
Wir fuhren beim Haupteingang in die Everglades ein, machten eine Bootstour zu
den Krokodilen (die bei dem Lärm eindeutig herbeigezüchtet sein müssen
- die Bootsfahrt war jedenfalls ein Abenteuer!!) und eine Schifffahrt zu den
Mangroveninseln. Aber eines ist klar, die Everglades gehören sicherlich
zum Pflichtprogramm eines Floridaaufenthaltes!
Bei der Fahrt in Richtung Süden kommt man als erstes zur längsten
Insel der Keys, nach Key Largo (30 Meilen lang). Key Largo ist ein Korallenriff
vorgelagert, wovon ein Teil mit einem Glasbodenboot vom John Pennekamp Coral
Reef State Park aus besichtigt werden kann. Zwischen Key Largo und dem Endpunkt
der Keys, Key West, liegen zahlreiche kleine Inseln, die immer wieder zu einem
Stop und zum Verweilen einladen. Wir haben ein wunderschönes Zimmer mit
eigener Beach in Marathon wo wir uns noch einen schönen Abend machten,
bevor wir uns ins Bett legten.
3.Tag (17. Mai )
Strecke: Marathon – Key West
Meilen: 50
Wetter: Sensationell 30° C
Bei Zeiten knatterten wir am nächsten Morgen zu den Keys. Die Florida
Keys haben ihre Form in Tausenden von Jahren erhalten, in denen sich der Wasserspiegel
mal gesenkt und dann wieder gehoben hat. Seit der letzten Eiszeit ist der Meeresspiegel
um 130 Meter gefallen und hat damit die Keys freigelegt. Die Inselkette ragt
rund 150 Meilen in den Golf von Mexiko und besteht aus Kalkstein und Korallen.
Der Overseas Highway (US 1) verbindet die Inseln durch 42 Brücken. Die
längste Brücke ist 7 Meilen lang.
Den südlichsten Punkt erreicht man in Key West. Dieser Punkt ist überhaupt
der südlichste Punkt der kontinentalen USA.

An diesem Punkt ist man etwa 100 Meilen von Kuba aber auch vom Festland entfernt.
Highlight der Keys ist aber zweifellos Key West! In dieser Stadt glaubt man
nicht in den USA zu sein. Architektur und Menschen stellen eine eigene Mischung
von Kuba, Karibik und USA zusammen und ist damit ein absolutes Touristenmagnet!
Highlights auf der Insel sind das Hemmingway House (hier lebte der Schriftsteller
10 Jahre lang), Sloopy Joe's (Hemmingways Stammkneipe), Southernmost Point (der
oft fotografierte südlichste Punkt des kontinentalen USA - nur Hawaii liegt
noch südlicher!) und Sunset Point. Sunset Point ist einfach ein Traum an
Freiheit, Verrücktheit, Musik, Tanz und was noch so alles dazu gehört.
Die Sonnenuntergänge sind so berühmt (und wunderbar), dass sie zum
allabendlichen Ritual geworden sind. Man trifft sich und läßt sich
vom Naturschauspiel einfach berauschen - atemberaubend!!!!
Auch wir lassen uns am späten Abend mit dem Geräusch der leichten
Brise ins Bett fallen, was für eine schöne Welt.
4.Tag (18. Mai )
Strecke: Key West – Maimi - Fort Lauderdale – West Palm Beach –
Lake Okeechobee
Meilen: ca. 300
Wetter: Tagsüber schön am Abend bewölkt um 30° C
Von den Keys gings zurück nach Miami. Gleich eines, interessant an Miami
finde ich nur Miami Beach und da nur den extravagant verrückten Teil des
Art Deco District.
Zu Miami selbst: Miami hat rund 450.000 Einwohner. Die touristischen Highlights
stellen "Little Havanna" (Zentrum der kubanischen Kultur in Miami
und befindet sich zwischen der S.W. 11th und 14th Ave), der Coconut Groove (ein
kleines Dorf innerhalb Miamis mit Läden, Restaurants etc.), Miami Downtown
mit den Wolkenkratzern des Southeast Financial Center und dem Hochbahnsystem
(der Metromover, der sogar durch ein Haus fährt - ein gigantischer Anblick!),
Key Biscane (bekannt vomTennisturnier) und die Hauptverkehrsader, die Flagler
Street, dar.
Miami Beach ist eine Ansammlung von Hotels direkt am Strand, ohne wirklich
etwas fürs Auge zu tun. Hier gehts wohl vor allem darum, so viele Menschen
wie möglich unterzubringen. Naja, echt toll ist der Art Deco District mit
seinen vielen Farben (vor allem auch nachts) und den Bars. Toll war noch das
Innere des "Dezerland" Hotels, das einem Automobilmuseum gleicht.
Das sollte man sich von innen ansehen, wenn man schon in Miami Beach ist.
Das Meer selbst ist nicht wirklich berauschend, bei Fort Myers oder in Pensacole,
aber auch in Fort Lauderdale ist es viel, viel schöner!
Nachdem wir die Küstestrasse auf der A1A verlassen haben führte uns
die Reise zum grössten See in Florida, dem Lake Okeechobee. Die drohenden
Regenwolken veranlassten uns in Okeechobee zu Uebernachten. Eine muss für
Bootsfreunde und Camper.
5.Tag (19. Mai )
Strecke: Okeechobee – Kissimmee – Spring Hill
Meilen: ca 200
Wetter: Wieder schön und etwas kühler (26°C)
Durch Zentral Florida geht die Rückreise nach Kissimmee, eine vielfältige Touristenstadt. Weiter über die US 27 und US 50 fahren wir wieder zurück nach Spring Hill, wo wir gesund, glücklich und zufrieden mit uns und den Harley’s am Nachmittag angekommen sind.