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Pony Express
TRANSPORT FRACHT UND EXPRESS
Die Namen Pony Expreß und Wells Fargo sind eng mit der Grenze verknüpft. Diese beiden Kompanien haben den Löwenanteil an Post und wertvoller Fracht befördert, und ihr romantisches Image beflügelt auch heute noch die Phantasie der Menschen. Weniger glamourös waren die Ochsen-und Maultierkarren vieler kleinerer Gesellschaften , die schwere Fracht fuhren- Theken, Spiegel und Pianos für Saloons, gußeiserne Öfen, Nägel und Ausrüstung für Eisenwarenläden sowie Pflüge und andere Geräte für die Farmer, Minenarbeiter und Händler. Alles außer Rohmaterialien mußte in den Westen geschafft werden, was jedoch nicht ungefährlich war.
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Die Fracht wurde hunderte von Meilen durch unwegsame Gebiete mit unbeständigem Klima gefahren. Die Begleiter dieser Transporte kämpften oft nicht nur gegen feindliche Indianer, sondern auch gegen feindselige Weiße. Die Arbeit war hart und manchmal auch eintönig. Der Verluste eines Gespanns, aus welchem Grund auch immer, bedeutete beinahe jedesmal auch den Verlust der kostbaren Fracht und sehr oft auch den Tod des Fahrers. Die Leute die, alle Arten von Material in den Westen transportierten, spielten keine geringe Rolle in der Erschaffung einer westlichen Zivilisation, auch wenn ihre Verdienste nicht immer im richtigen Maße gewürdigt werden. William H. Russell zum Beispiel war einer der großen Frachtgutfahrer jener Zeit.
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DER PONY EXPRESS
Mit der amerikanischen Bevölkerung wuchs auch die Zahl der Expreß-
Kompanien, die viele Jahre lang Privatunternehmen waren. Der Pony Expreß
beförderte zwischen 1860 und 1861 Post und Regierungsdokumente in nur
zehn Tagen von Missouri nach Kalifornien. Die Reiter hatten zwei Armeepistolen
und ein Messer bei sich, der Sattel war so leicht wie möglich. Die Post
befand sich in einer speziellen Sattelauflage mit vier Taschen (mochilla).
Ende 1861 war der ganze Kontinent jedoch bereits von Telegraphenleitungen
überzogen , und die Reiter des Pony Expresses wurden arbeitslos.
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Pony Express
Die neuen amerikanischen Siedler in Kalifornien, die in immer größerer
Zahl ins Land strömten, wollten eine schnellere und bessere Verbindung
nach Osten als die Schiffsrouten, die um das Kap Hoorn herum oft sehr lange
Zeit in Anspruch nahmen, oder die mühseligen Trecks durch das Landesinnere.
In den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts gelang Francis Xavier Aubrey
ein Gewaltritt von Santa Fe nach Independence: er legte die 1300 Kilometer
lange Strecke innerhalb von fünf Tagen und 13 Stunden zurück. Eine
Sensation! Schnell verbreitete sich die Neuigkeit, und auch Senator W.M.Gwin
hörte davon. Er setzte sich mit der Transportgesellschaft Russell, Majors
und Waddell in Verbindung. So entstand die Idee des Pony Express.
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Meilen
Die Original Pony-Express-Strecke von St. Joseph nach San Francisco betrug
1966 Meilen (3146 km), wurde einmal wöchentlich aus beiden Richtungen
gestartet und in 8-10 Tagen bewältigt. 80 jugendliche Reiter, 4 - 500
der besten Reitpferde und 200 Hilfskräfte an den Stationen standen der
Gesellschaft zur Verfügung. Ein Brieftransport kostete dem Absender 5
Dollar (ein Personentransport per Kutsche 150, später 100 Dollar), die
Reiter bekamen pro Woche 25 Dollar ausgezahlt. Die Pferde wurden an jeder
Relaisstation ausgetauscht, der Reiter wechselte nach 8-10 Stunden, was in
östlichen Regionen 220 Meilen, in westlichen 160 Meilen Ritt bedeutete.
Ein Pferd hatte in der Regel 165 amerikanische Pfund zu tragen (ca. 72 kg),
20 Pfund Post, 25 Pfund Ausrüstung und 120 Pfund der Reiter. Die besten
Reiter benötigten nur 15 Sekunden, um
sich und die Mochila auf ein frisches Pferd zu wechseln.
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Reiter
Billy Richardson ritt als erster Pony-Express-Reiter am 03. April 1860 in
St.]oseph, Missouri, los. Nachdem er außer Sichtweite war, hielt er
an um sich bequemere Kleidung anzuziehen. In der Mochilla, die er zu transportieren
hatte, befanden sich 49 Briefe, 5 Telegramme und einige Zeitungen aus St.
Joseph. Am 13. April 1860, nach nur 9 Tagen, traf diese Post in Placerville,
Kalifornien, ein und erreichte in darauffolgender Nacht San Francisco.
Der erste Reiter verließ St. Joseph in Missouri. Ihm ritt ein anderer
Bote entgegen, der von San Francisco aus aufgebrochen war. Geplant war, dass
diese Ponypost jeden Dienstag am jeweiligen Endpunkt der Route ankommen sollte.
Bald wurde der Service noch einmal verbessert, und es gab zweimal pro Woche
Postlieferungen.
Gründer & Kapital
Den eigentlichen ,,Pony Express" gründete 1860 die Transportfirma
Russel, Majors & Weddel, die der Central Overland California & Pike's
Peak Express Company angehörte, mit einer Anfangsinvestition von 100.000
Dollars. Die Gesellschaft hoffte auf die Unterstützung der Regierung,
die allerdings ausblieb. Der Pony-Express erwies sich als finanzielles Fiasko.
500 Dollar waren für eine Tour geplant. Die Praxis verlangte einen fünfzehn
mal höheren Betrag.
Ein solches Unternehmen verlangte große Investitionen und umfassende
Vorbereitung. Der alte California Trail wurde zu einer Straße ausgebaut.
Vor allem die Überquerung der Sierra Nevada erforderte einen Ausbau der
Verkehrswege. Dort wurden Holzstraßen geschaffen, die das Vorwärtskommen
erleichtern sollten.
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Russell, Majors und Waddell hatten bereits vor der Einrichtung
des Pony Express Postkutschenstationen zwischen Sacramento und Independence
betrieben. Für den neuen Postdienst mussten sie nur weitere eröffnen.
80 Reiter, 400 bis 500 Pferde und 200 Stationsvorsteher wurden eingestellt,
die Pferde und Reiter versorgten, sobald sie an einem Zwischenposten ankamen.
190 solcher Stationen entstanden, die alle mit Heu und Getreide versorgt werden
mussten. Auswahlkreterien
Als Reiter wurden erfahrene Grenzsiedler eingestellt, die sich mit den Schwierigkeiten
der Strecken auskannten und sich im Notfall selbst helfen konnten. Es wurde
Wert darauf gelegt, dass sie wenig Gewicht auf die Waage brachten, um die
Pferde zu schonen. Ausdauer, Mut, Besonnenheit und Erfindungsgabe waren Auswahlkriterien,
die besonders gesucht wurden.
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Vorschriften
Je nach Gelände lagen die Stationen zwischen 10 und 20 Meilen voneinander
entfernt. An jedem dieser Streckenposten wartete ein frisches Pferd auf den
Reiter. Wenn ein Mann eine Reihe von Stationen passiert hatte, übergab
er seinen Postsack einem weiteren Reiter, der bereits ungeduldig darauf wartete.
Nach einem 65 bis 200 Kilometer langen Ritt konnte sich ein Pony Express Bote
dann solange erholen, bis der nächste aus der Gegenrichtung ankam, dessen
Post er übernahm und zu seinem Ausgangsposten weiter transportierte.
Ab und zu geschah es, dass ein Reiter ausfiel. Dann musste der ankommende
Kollege dessen Streckenabschnitt mit übernehmen. Gründe dafür
gab es genug. Es musste nicht unbedingt so etwas Dramatisches wie ein Indianerüberfall
sein, bei dem einige Postboten getötet oder verletzt wurden. Die Strecke
war gefährlich genug, so dass es immer wieder zu Unfällen kam, bei
denen Pferd und Reiter zu Schaden kamen. In der Regel legte ein Mann die Strecke
einmal pro Woche zurück. Zur Verteidigung standen ihm ein paar Revolver
und ein Messer zur Verfügung. Mehr war aus Gewichtsgründen nicht
erlaubt.
Sogar die Zeit für den Pferdewechsel war genau vorgeschrieben. Ein Pony
Expressbote durfte dafür nicht länger als 2 Minuten benötigen.
Die meisten schafften es nach einiger Übung sogar in 15 Sekunden. Während
der warmen Jahreszeit legten die Reiter die Strecke zwischen San Francisco
und St. Joseph in 10 Tagen zurück, im Winter verlängerte sich die
Zeit auf 12 Tage
Pferde
Als Reittiere wurden große, kräftige Pferde ausgewählt, die
schneller waren als Indianerponys und diese leicht überholen konnten,
wenn sie frisch und ausgeruht waren. Bevorzugt wurden kalifornische Mustangs,
die von spanischen Araberpferden abstammten und deren Ausdauer, Lebhaftigkeit
und Zähigkeit geerbt hatten.
Auch Buffalo Bill war Postreiter !!
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Die letztenTage von Pony Express |
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Tombstone |
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Die Eisenbahn |