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Waffenschmiede
Amerikanische Waffenschmiede
Die früheste Beschreibung einer amerikanischen Waffenmanufaktur stammt aus dem Jahr 1820. Ein typisches Beispiel sind Drei- bis Vier-Mann-Betriebe, bei denen die Arbeit aufgeteilt wurde. Jeder Handwerker besaß ein spezielles Talent, sei es als Schloßmacher, Laufschmied, Schaftmacher etc. Jeder von ihnen verrichtete seine Arbeit und übergab sie dann dem Meister, der die Waffe fertigstellte. Das Konzept der Serienfertigung war damals noch unbekannt und jede Waffe ein handgefertigtes Einzelstück. In solch einem Betrieb wurden aber nicht nur die neusten Waffen gefertigt, sondern auch ältere Modelle repariert oder verbessert.
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Kentucky Rifle um 1800 |
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Kentucky Pistole um 1800 |
Heute sind guterhaltene Stücke aus dieser Zeit eine große Seltenheit, da die meisten schon vor der Mitte des 19. Jahrhunderts durch ständigen Gebrauch unbrauchbar wurden. Als die Pioniere über die Alleghenny Berge nach West- Pennsylvania, Ohio, Kentucky und Tennesse zogen, folgten ihnen auch bald die Büchsenmacher. Nicht immer drangen die neusten Technologien bis zu den Siedlern durch, und die Regierung zeigte sich wenig geneigt, die modernsten Waffen nach Westen, sozusagen ins Ungewisse hinein, zu liefern. Daher gab es in den Siedlungen meist nur veraltete Militär- oder billige und schlechte Sportwaffen.
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Derringer Perkussionsschloss Pistole 1830 |
Aber als sich die Technologie immer mehr verbesserte, verbesserten sich auch die Waffen, die die Büchsenmacher herstellten. Waffen mit gezogenem Lauf erfreuten sich in den Kolonien und später auch an der Grenze, als sie sich immer weiter nach Westen verschob, größter Beliebtheit. Ihre größere Treffgenauigkeit im Vergleich zu den glattläufigen Musketen machte sie zur optimalen Begleiterin für jeden, dessen Überleben von der Leistung seiner Waffe abhing.
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Sharp Hinterlader Pistole 1854 bis 1858 |
Als die Steinschloßmodelle vom Aufschlagszündungssystem abgelöst wurden, paßten sich die Gewehrmacher am Mississippi schnell der neuen Technologie an. Ein großes Büchsenmacherzentrum entstand in St. Louis, Missouri, einem wichtigen Ausgangspunkt für die Reise in den Westen. Sehr bekannt wurden dort z. B. die Werkstätten von Hawken und Gemmer. Das Militär trug ebenfalls zur Entwicklung von Feuerwaffen bei, nachdem es 1855 die Musketen mit gezogenem, verengtem Lauf übernahm. Mit der Entwicklung und Verbreitung der Randfeuer-Metallpatrone brach das Zeitalter der modernen Handfeuerwaffen in Amerika an.
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Hall Rifle |
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Henry Rifle |
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Spencer Rifle |
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Sharp Karabiner 1863 |
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Winchester Modell 1866 |
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Winchester Modell 1873 |
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Winchester Modell 1876 |
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Winchester Modell 1894 |
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