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Verbrechen

von paul.kolb am Samstag 15. September 2012, 08:39
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Verbrechen

Die Hüter des Gesetzes – ob Marshall, Sheriff, Konstabler oder Polizist – waren harte und brutale Burschen. Viele von Ihnen hatten früher auf der anderen Seite des Gesetzes gestanden. Sie waren genauso gewalttätig wie die Personen, die Sie überwachen sollten. Die Legende hat das Bild dieser Kerle allerdings meist beschönigt oder verzerrt.

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Die Dalton Brüder Bob, Emmett und Grad Dalton waren Deputy Marshals in Foth Schmith, bevor sie zur anderen Seite überwechselten.

In den frühen Ranger–Kriegen waren die Gesetzeshüter nicht viel mehr als gemietete Mörder, die nach Anweisungen der grossen Ranchbesitzer handelten. Viele waren Spieler, Zuhälter, Revolverhelden und Ex- Sträflinge. Sie machten diese Arbeit, weil sie darin gut waren. Es war immer noch sicherer, als Vieh zu stehlen, außerdem wurde man gut und regelmäßig bezahlt. Manche von Ihnen waren wirklich loyale und ehrliche Kerle, aber dem Großteil konnte man nicht über den Weg trauen. Dennoch war der Gesetzeshüter im amerikanischen Westen eine respektierte, wenn nicht sogar gefürchtete Persönlichkeit.

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Die Doolin-Bande bestehend aus 13 ehemaligen Cowboys hielt Oklahoma mit Ueberfällen auf Banken und Zügen vier Jahre in Atem.
Das Verbrechen im Westen hatte viele Gesichter und beschränkte sich keinesfalls auf Schießen, Stehlen und Ausrauben, wie in Geschichten immer erzählt wird. Unterschlagungen waren viele häufiger als Schießereien. Es gab viele mehr Kleinstdiebstähle als Bankraube. 1882 wurden zum Beispiel in Arapahoe County in Colorado etwas über 600 Gesetzesbrecher ins Gefängnis gesteckt. Davon etwa 206 wegen Kleinstdiebstählen, 114 wegen größerer Diebstähle und 112 wegen Landstreicherei. 74 Männer saßen wegen Beleidigung oder Rauferei, und 26 hatten versteckte Waffen getragen. Weiter 20 hatte man als Störenfriede eingesperrt, 14 wegen Urkundenfälschung, und 11 wegen Brandstifterei. Dagegen waren nur 18 Männer wegen Raubüberfällen und 14 des Mordes angeklagt. Natürlich darf man auch nicht außer acht lassen das wahrscheinlich noch einmal die gleiche Zahl an Verbrechen begangen wurde, ohne daß dafür jemals jemand verhaftet worden wäre, oder er wurde mangels Beweisen wieder freigesprochen.

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Seit 1876 hatte sich im Lincoln County eine wirtschaftliche Interessengemeinschaft gebildet, die sich "Santa Fe´ Ring" nannte. Der Kopf dieser Gemeinschaft war Thomas Catron, Generalstaatsanwalt von New Mexiko. Ihm zur Seite standen Warenimporteure und Bankiers, die sogenannte "Irische Mafia". Die Männer hießen John H. Riley, James J. Dolan und G. Murphy. Sie setzten teilweise mit Gewalt ihr Handelsmonopol durch, indem sie Preise für Waren festsetzten und zu hohe Zinssätze bestimmten. Zur "Irischen Mafia" gehörten ausserdem der Sheriff des Lincoln Countys, William Brady und seine Deputys.

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Der Engländer John Henry Tunstall, der Rinderbaron John S. Chisum und Alexander McSween zu einer Gegengruppe zusammengefunden, um gegen den "Santa Fe´Ring" anzugehen.

Ausser der Tatsache, das viele Leute Ihre Waffen ständig mit sich herumtrugen oder zumindest augenblicklich zur Hand hatten, wenn es nottat, erhöhte auch die nachlässige Haltung der Grenzlandgemeinden im Bezug auf Sicherheitsvorkehrungen die Kriminalitätsrate. Türschlösser waren nicht unbekannt, wurden aber besonders in kleinen Städten nicht benutzt, weil dort jeder jeden kannte oder zumindest glaubte, dies zu tun. Banken besaßen vor allem in den Anfangszeiten nur selten einen Safe.
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Am 13. Juli 1881 wurde Billy the Kid dann von Pat Garrett ohne Vorwarnung erschossen.

Meistens wurde das Geld in einer Kassette aufbewahrt oder sogar vom Bankier abends mit nach Hause genommen. Vieherden lebten draussen und konnten besonders auf grossen Farmen nicht den ganzen Tag bewacht werden. Auch die Postkutschen die oft Geld und andere Wertgüter auf weiten Strecken durch unbewohnte Gebiete transportierten, boten ein verlockendes Ziel für Raubüberfälle.

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Am 3. November überfiel Black Bart seine achtundzwanzigste und letzte Postkutsche.

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Sam Bass, der es stets vermieden hatte, bei seinen Überfällen Menschen zu töten.

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Die Heimat der Revolverhelden waren die Städte im Westen. Da die Grenze zwischen Gut und Böse oft verschwommen war, bewegte er sich nicht immer ausserhalb des Gesetzes. Obwohl sie aus verschiedenen Milieus stammten ( Billy the Kid kam aus den Slums von New York, Jesse James war der Sohn eines Predigers aus Missouri), hatten sie alle nur ein Ziel – zu überleben. Viele von Ihnen, Wild Bill Hickok, waren notorische Lügner, und sie verbreiteten Angst und Schrecken, wann immer sie in die Stadt kamen.

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Butch Cassidy, Matt Warner und Elza Lay traten 1893 aus der McCarty-Bande aus, und gründeten eine eigene Bande. Sie verübten mehrere kleinere Überfälle, und Butch kam wieder für zwei Jahre ins Gefängnis. Erst vier Jahre später entstand die eigentliche Wild Bunch-Bande, die zeitweise aus über 100 Männern bestand. Unter ihnen war auch Harry Longbough genannt Sundance Kid. Butch Cassidy und Sundance Kid waren daraufhin bis zum Ende die Anführer. Sie verübten vorwiegend Überfälle auf Eisenbahnen. Um die Jahrhundertwende betrug das Kopfgeld von Butch 50000 Dollar. Es kam häufig zu Schießereien. Dennoch verlangte er von seinen Kumpanen, möglichst keine Menschen zu töten.

 


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