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Glücksritter

von paul.kolb am Samstag 15. September 2012, 08:59
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Die Forty - Niners
Am 24. Januar 1848 arbeiteten Handwerker unter der Leitung von James Marshall daran, ein Sägewerk für John Sutter am American River bei Coloma zu errichten. An diesem Tag sollte sich das Schicksal Kaliforniens verändern. James Marshall fand einige winzige Goldnuggets im Fluss, und dieser Fund löste eine der größten Wanderbewegungen der Geschichte aus, während derer sich eine halbe Million Menschen auf den Weg nach Kalifornien machte.
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Die erste gedruckte Nachricht darüber brachte die Zeitungsausgabe des „Californian“ in San Francisco am 15. März. In dieser Zeit waren bereits weitere Funde gemacht worden, und bald war der Goldrausch in vollem Gange. 1849 begann man Quarz-adern in einem Bergwerk bei Mariposa zu bearbeiten.

Abbaumethoden
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Die ersten Goldsucher suchten Goldseifen, die sie mit einfachsten Mitteln aus den Bächen und Flüssen der Sierra herauswaschen konnten. Es reichten dafür Waschpfannen und Menschenkraft. Große Investitionen waren nicht nötig.

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Erst im Laufe der Zeit kam größeres Kapital in die Bergbauregionen Kaliforniens, und Bergbaufirmen begannen, die Quarzadern in den Bergen abzubauen. Man führte hydraulischen Goldabbau ein, was im Laufe der Zeit große Probleme in den Wasserwegen Kaliforniens schuf, die durch die ausgewaschenen Ablagerungen immer mehr versandeten. 1884 wurde diese Methode des Goldabbaus verboten.

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Yellow Dog Mine

Die Bergwerke wurden bis Mitte des 20. Jahrhunderts betrieben, obwohl die Blütezeit des Goldrausches sich bereits Anfang der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts ihrem Ende näherte. Andere Goldfundstätten in British Columbia, am Klondike und in Nome, Alaska, lockten Glückssucher und Abenteurer an.

Raue Sitten der Goldsucher
Den ersten Goldsuchern ging es darum, möglichst viel vom vorhandenen Gold abzubekommen, und sie nahmen dabei keine Rücksicht auf bereits hier lebende Indianer oder Spätankömmlinge. Die Forty-Niners bahnten sich rücksichtslos ihren Weg in die Gebiete der Indianer, sie verschmutzten die Flüsse, so dass die Lachse nicht mehr ziehen konnten, erschossen Indianer, angeblich um sich gegen sie zu „schützen“, wegen ihres Landes oder manchmal einfach nur aus Sport. Neuangekommene Yankees verachteten die Californios, die sich am Goldabbau beteiligten, misshandelten hart arbeitende chinesische Arbeiter, die sparsam waren, und ihr Geld nicht beim Glücksspiel, für Frauen oder für Alkohol ausgaben und vertrieben sie oft mit Gewalt von ihren ehrlich erworbenen Claims. Männer ließen ihre Familien im Osten zurück und vergaßen sie dort. Andere gaben ihre Prinzipien auf und verfielen dem Alkohol. Professionelle Spieler zogen schwer arbeitenden Goldsuchern das Gold aus der Tasche, und es gab zahlreiche Diebe. Viele vergassen für die Dauer des Goldrausches ihre guten Sitten, manche taten dies für immer.
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Goldsucher auf dem Weg ins Unbekannte
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Viele der Glücksritter von 1849 kamen zu spät oder das Gold wurde ihnen von klugen Geschäftsleuten wieder abgenommen. Eier und andere Grundnahrungsmittel wurden zu horrenden Preisen verkauft. Millionäre wurden Männer wie Leland Stanford, der in Sacramento einen Laden eröffnete und sein Geld in den Bau von Eisenbahnen investierte, Levi Strauss, der den Gold-suchern zunächst Zelte verkaufen wollte und entdeckte, dass widerstandfähige Hosen wichtiger waren, Henry Miller, der durch den manchmal illegalen Aufkauf von Ranchland reich wurde, oder James Lick, der jedes Grundstück im alten San Francisco und im Santa Clara Tal kaufte, das er bekommen konnte.
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Zahltag 1830

Die Mountain Men
Die Mountain Men, Männer der Berge, waren die ersten, die die biberreichen Gebiete im Westen ausbeuteten. Sie stellten ihre Fallen im Winter und trafen sich im Frühling am Missouri, Green oder Columbia River, um geschäfte zu machen und sich zu vergnügen. Der Handel mit Biberfellen ergab sich aus der großen Nachfrage nach Bibermützen, einem modischen Statussymbol der europäischen Gesellschaft. Mitte des 19.Jahrhunderts wechselt die Mode von Biber zu Seide, und die zeit der Mountain Men war vorbei.
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Bergmann

Die Trapper
Die Trapper folgen den frühen Entdeckern auf dem Fuss. Die Art wie sie ihren Lebensunterhalt verdienten, war die erste Unternehmensform an der Grenze. Diese rauhen Burschen lebten für gewöhnlich in friedlicher Koexistenz mit den Indianern, manche zogen sogar mit ihren Stämmen umher oder nahmen Indianerinnen als Ehefrauen und knüpften so ein starkes Band zwischen sich und den Ureinwohnern. Ihre stärkste Motivation war Geld, das sie durch den Handel mit ihren Pelzen und Fellen auf den Märkten im Osten verdienten. Einige Trapper betrieben ihre eigenen Fallen; viele erhielten ihre Felle jedoch durch Tausch mit den Indianern. Ihre Lebensweise war einsam und manchmal tödlich. Die meisten Trapper kamen durch Unfälle und Krankheiten um. Ein gebrochenes Bein oder eine infizierte Wunde bedeuteten in den Bergen meist einen langsamen und qualvollen Tod. Aber auch die Prärie - Ruhr war eine weitverbreitete Todesursache. Das Trappertreffen war der Höhepunkt des Jahres. Dort trafen sie sich, um ihre Felle zu verkaufen und sich neu einzukleiden. Was von ihrem soeben verdienten Geld übrigblieb, verpraßten sie bei wüßten Gelagen. Heute umweht diese Männer ein Hauch von Wildwest - Romantik, aber in Wirklichkeit waren sie fast alle ohne Ausnahme obszöne,schmutzige Kerle, die körperliche Hygiene nur vom Hörensagen kannten. Ihre großen Hawken-Gewehre sind bei den Sammlern hochbegehrt, wie im übrigen auch fast alle anderen primitiven Erinnerungsstücke an diese frühen Bewohner Amerikas.
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